Sozialverträglicher Umwelt- und Klimaschutz

Umwelt- und Klimakrise kennen keine Grenzen und können nur auf europäischer Ebene bewältigt werden. Nur hierdurch können Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit der Arbeit gewährleistet und weiterentwickelt werden. Für die Sozialdemokratie muss das Ziel ein nachhaltiges Europa sein. Das bedeutet konkret:

Wirtschaftliches Wachstum kann nur unter Wahrung der sozialen und ökologischen Aspekte zukunftsfähig und gerecht sein. Auf einem toten Planeten gibt es keine Arbeitsplätze und keinen Wohlstand.

  • Wirksamer Klimaschutz: Wir fordern, dass CO2-Emissionen EU-weit sozial gerecht bepreist werden. Außerdem unterstützen wir eine Anhebung des europäischen Klimaschutzziels auf 45 % Treibhausgasminderung bis 2030 verglichen mit 1990.
  • Investitionen in eine grüne Zukunft: Wir fördern Investitionen in Energieeffizienz und den Ausbau erneuerbarer Energien als Weg für die europäische Energiewende. Wir treten ein für verstärkte Anstrengungen, Gebäude zu energetisch zu sanieren, ohne eine Verdrängung der Mieter zu verursachen. Wir wollen Speichertechnologien und die Nutzung industrieller Abwärme. Weniger Emissionen, mehr Jobs!
  • Sozial gerechter Wandel: Wir wollen einen Fonds für faire Transformation auflegen!

Damit wollen wir gezielte industrie- und sozialpolitische Investitionen ermöglichen, die die Dekarbonisierung beschleunigen und zugleich hochwertige Beschäftigungen garantieren: für eine soziale Energiewende.

  • Nachhaltige Ernährung: Wir fordern eine ökologische und nachhaltige Nahrungsmittelproduktion! Die gemeinsame europäische Agrarpolitik hat sich dieser Herausforderung im besonderen Maße zu stellen und muss entsprechend neu ausgerichtet werden. Dazu gehört auch der Verzicht auf Biozide, wie z.B. Glyphosat und Antibiotika in der Tierzucht.
  • Weg mit Plastikmüll! Das EU-Verbot von Einwegplastik kann nur der erste Schritt sein. Engagiert gehen wir gegen überflüssiges Plastik vor und verfolgen das Ziel einer Halbierung des Plastikmülls bis 2030.

Gute Beispiele für aktive EU-Umweltpolitik in den Berliner Kiezen:

In der letzten Förderperiode (2014-2020) standen dem Land Berlin 635 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und 215 Millionen aus dem Europäischen Sozialfonds zur Verfügung. Damit konnten wir Innovation und eine Verringerung der CO2-Emissionen unterstützen. Dank des Europäischen Investitionsfonds entstanden in den letzten 20 Jahren durch die Unterstützung verschiedener kleiner und mittlerer Unternehmen circa 30.000 Jobs.

  • Einsatz einer LED-Beleuchtung in der Schwimmhalle im Europasportpark (SSE): Förderzweck ist die Umrüstung der Innen- und Außenbeleuchtung der Schwimmhalle. Mit der Reduzierung des Stromverbrauchs um ca. 68 % gehen eine Primärenergieeinsparung im Umfang von 675 MWh/Jahr und eine CO2-Einsparung von 154 Tonnen/Jahr einher.
  • Energieeffiziente Beleuchtung des Glockenturms der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche: Förderzweck ist die Umrüstung der Innenbeleuchtung des Glockenturms auf LED. Mit der Reduzierung des Stromverbrauchs um ca. 60 % gehen eine Primärenergieeinsparung im Umfang von 34 MWh/Jahr und eine CO2-Einsparung von 7,9 Tonnen/Jahr einher. Die Betriebskosteneinsparung beträgt jährlich ca. 2.515 €.
  • Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ): Das „FÖJ“ bietet Jugendlichen die Möglichkeit, sich ein Jahr lang in dem gesellschaftlich bedeutsamen Handlungsfeld des Natur- und Umweltschutzes zu engagieren. Sie erwerben umfangreiche Kenntnisse zu Theorie und Praxis des Umweltschutzes, entwickeln Umweltbewusstsein und Persönlichkeit und erweitern ihre Kompetenzen für Ausbildung, Studium und Beruf.

 

» Umwelt- und klimapolitische Pledges, die Gaby Bischoff unterzeichnet hat: https://www.gaby-bischoff.eu/pledges/